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Bericht über das Züchtertreffen bei der Familie Gerdau
Um 13 Uhr trafen sich 22 GIN-Mitglieder an der weißen Halle Nordgrovener Weg 3, in 25761Westerdeichstrich. Die Gastgeber Heike und Arne Gerdau, 25761 Stinteck begrüßten Ihre Gäste mit einem
Galloway-Schluck.
Zuerst einmal wurden an der Halle die 4 Schlachtbullen besichtigt und fachkundig beurteilt. Weiter ging die Besichtigung zur Belted Galloway-Herde. Auf der einen Fläche liefen 4 Färsen. Die Tiere sind
bereits verkauft bzw. für die eigene Nachzucht bestimmt.
Auf der nächsten Fläche war die qualitätsvolle Mutterkuh-Herde zu besichtigen. Der Herdenbulle „Südtondern’s Condor“ präsentierte sich eindrucksvoll. Er hatte auf der Landestierschau der Fleischrinder den
1a Preis in Viöl erhalten. Als Klassensieger und Landesreservesieger in der Gesamtklasse wird er sicherlich den züchterischen Erwartungen der Familie Gerdau voll entsprechen. Bei der Belted Galloway-Open 2009 wurde
dieser Bulle Mr. Beltie-Reservesieger.
Unter den Mutterkühen lief auch die mit 8/8/8 bewertete und in 2006 und 2007 mit Preisen ausgezeichnete Suna vom Friesenwinkel mit ihrem Bullenkalb. Integriert in die Mutterkuhherde und bereits erfolgreich
war die Färse Maja, geb. am 22.07.2007 DE 01 156 16155 V. Cicero v. Nordwind / M. Maga. Maja erhielt den 1b-Preis auf der Landesfleischrinderschau Schleswig-Holstein in Viöl 2009 in der jüngsten Klasseder Färsen und
war Landes-Reservesiegerin in der Gesamtklasse. Bei der Belted-Galloway Open 2009 wurde sie Miss Beltie-Reservesiegerin.
Alles in allem eine kleine feine Zucht, die Heike und Arne Gerdau uns zeigten.
Als nächstes stand auf dem Programm der Besuch der „Sturmflutenwelt Blanker Hans“ an. Seit dem 15. April 2006 wütet das wilde Meer am Büsumer Kutterhafen: Besucher der „Sturmflutenwelt Blanker
Hans“, der Attraktion des Nordsee-Heilbads, tauchen in virtuelle Flut-Welten ein. Von einer sachkundigen Führung erhielten wir zu Beginn des Besuches Informationen über Wetter-Phänomene, Klimawandel, Gezeiten und
über die Geschichte der Sturmfluten und des Küstenschutzes.
In den letzten 100 Jahren stieg der Meeresspiegel um 15 cm an. Das mittlere Tidewasser läuft inzwischen sogar um 28 cm höher auf als noch vor 100 Jahren. Die Folgen des Klimawandels dürfen deshalb nicht
unterbewertet werden. Eine Schauspielerin begab sich dann mit unserer Gruppe auf eine Zeitreise in das Jahr 1962, in die Nacht der groen Sturmflut. Doch die Flut holt uns ein. Auf der Fahrt in einer „Rettungskapsel“
ging es mitten hinein ins Abenteuer. Ein beeindruckendes Erlebnis. Mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken klang diese Veranstaltung aus. Der 1. Vorsitzende Lars Waldinger bedankte sich ganz herzlich bei der Familie
Gerdau für diesen gelungenen Nachmittag.
Bericht von Willi Quandt
Schriftführer der Galloway-Interessengemeinschaft Nord (www.galloway-nord.de)
4. Treffen der Belted Galloway-Züchter in Stinteck
Auch Züchter einer Extensivrasse müssen wind- und wetterfest sein. Dieses stellten die Teilnehmer des
Belted Galloway-Stammtisches am 12.Nov. 2006 unter Beweis. Bei Sturmwarnung, Regen- und Hagelschauern ließen sie es sich nicht nehmen, die Herde von Heike und Arne Gerdau in Stinteck bei
Büsum zu besichtigen. Oben auf dem Deich gab es den Wind aus erster Hand, von dort ließen sich die Mutterkühe mit ihren Kälbern aber am besten beobachten. Auf anderen Weiden wurden noch der
Herdenbulle und zur Schlachtung vorgesehene Tiere begutachtet. Highlight war das Geschäft in Büsum direkt am Hafen, wo das Fleisch der Belties in Selbstvermarktung verkauft wird. Außerdem wird dort
Kunsthandwerk, z.Zt. natürlich viel weihnachtliches angeboten, ein Anziehungspunkt für Urlauber und auch Einheimische.
Nach der Herdenbesichtigung tat der heiße Kaffee richtig gut. Beim anschließenden Gespräch ging es um
die bei der Landesfleischrinderschau am 17. Mai 2007 geplante Belted Galloway Open. Es folgte von Maria Rieken ein Rückblick auf die Welt Galloway-Konferenz, die im September in Österreich stattfand. Hauke
Aye berichtete dann über die Belted Galloway Herbstauktion in Castle Douglas. Da der Import von Rindern aus Groß-Britannien wieder möglich ist waren vor allem die Preise interessant. Doch durch die große
Nachfrage nach Belties ist das Preisniveau dort recht hoch und die Transportkosten nach Deutschland müssen noch dazu gerechnet werden.
Es war ein interessanter Nachmittag, bei dem die vorweihnachtliche Stimmung des nebenan stattfindenden Weihnachtsmarktes herüberkam.
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Bericht von Dr. Maria Riecken (www.beltie.de)
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